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Gray ~ Sky [entries|friends|calendar]
June & Lilith

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(steel a part of me)

[16 May 2004|09:44am]
lilith_shuurin
[ mood | sleepy ]

Obwohl der Raum nicht gerade Sicherheit versprach war ich vorerst erleichtert als sie mit ihren sabbernen Bullen von hier verschwand. Einige Augenblicke starrte ich noch in die Richtung des Ausganges, doch das Augenpaar das sich in mein Gesicht bohrte ließ mich den Blick erwiedern.
Erst dann wurde ich mir seiner Naehe richtig bewusst, das Waermegefuehl von vorhin kehrte zurueck in meinen Bauch und mischte sich mit einen angenehmen kribbeln. Ich ließ meine Arme auf das Bett fallen und stuetzte mich ein Stueck mit meinen Ellenbogen nach oben, das sich fast unsere Nasenspitzen beruehrten.
Nach dem wir einige Zeit so im Schweigen da lagen, schloss ich kurz meine Augen, klappte meine langen Wimpern runter. Ich hasste diese Stille..., sie war genauso drueckend wie sein Gewicht auf mir.
Sein warmer Atem drang aus Mund und Nase, legte sich wie ein weiches Seidentuch auf meine Haut. Mein Herz klopfte dumpf gegen meinen Brustkorb, vielleicht hielt es auch fuer ein paar Wimpernschlaege inne.
Irritiert stellte ich fest wie sich mein Atem flach seinen Weg nach draußen suchte. Wie mir die Rauhheit in meinem Halse das sprechen verbot.
Die Stille musste durchbrochen werden.
Ich wartete noch eine Sekunde, ... und noch eine, ... noch eine...
Ich schwieg.
Erst nach –vielen- Sekunden, formten sich meine Lippen zu einem ‚Crawford’. Dann raeusperte ich und mir schien es als hallte das harte Geraeusch zwischen den dunklen Waenden wieder.
„Und... was machen wir... nun?“

(steel a part of me)

Schuldig [17 Apr 2004|01:59pm]
lilith_shuurin
Meine rechte Hand umfasste kurz das linke Gelenk und ließ mich zischen. Ich hatte mir einige blaue Flecke bei einer Auseinandersetzung vor gar nicht mal all zu langer Zeit zugezogen, als ich mir wieder ein kleines Mittelchen des Vergessens und zur Beruhigung beschaffen wollte. Mit anderen Worten: ich wollte mir Drogen besorgen, aber nicht bezahlen.
So kam es zu einigen sehr unsanften Handgriffen seiner- sowie meinerseits, doch ich konnte mich dennoch mit haengen und wuergen, dank eines kleines Messers meines Spielgefaehrten aus der Affaere ziehen. Endlich, nach einer, so kam es mir zumindest vor, endlos langen Zeit schien ich wieder ein wenig Glueck zu haben.
Ich war mir voellig dem bewusst was ich tat. Das ich mich immer mehr in ein tiefen Loch zog, immer mehr abglitt und immer tiefer im Dreck versank. Als naechstes wuerde ich wohl noch damit anfangen mich zu prostituieren. Doch innerlich hoffte ich das ich so tief nicht abgleiten wuerde.
Ich goennte dann schließlich meinen anderen Handgelenk einen Blick und warf ihn direkt auf das Ziffernblatt. Fast halb sechs. Und die Stadt begann hinter ihren praechtigen bauten in roten, orange sowie gelben Licht zu schimmern. Sicher waere es ein schoener Augenblick gewesen, wenn meine Gedanken nicht um die Drogen in meiner Tasche, meine befleckten Haende und gruseligen Vorstellungen von einer schrecklichen Zukunft in meinen Kopf rotiert haetten.
Die fruehe Daemmerung hinderte mich nicht davon meinen Weg ins Nirgendwo fortzusetzen und genoss das Ebben der Menschenmassen auf den Straßen.

(steel a part of me)

Hallo kleines ^^ [14 Apr 2004|06:51pm]

patricia_g_s
Schuldig:
Abgemagert, schlaflos, zermürbt, Charaktertreu (…) , dass ist sein Zustand

Während Bradley seine ganz eigenen Probleme mit der guten Melinda quälen, hat Schuldig praktisch gänzlich aufgehört zu essen, stielt. Gelegentlich besorgt er sich Drogen, ganz einfach um endlich vergessen zu dürfen. Wohnen tut er in einer Leerstehenden Baracke ganz am Rande des „Weißen“ Getto Viertels von Brooklyn. Gerade zurück nach Hause gekehrt, Heroin in der Tasche (Er erschlug den Dealer und nahm dessen Klappmesser an sich, kannst du ruhig auch beschreiben) wird er von (einem oder zwei wären optimal, doch nimm von mir aus mehr, wenn du magst *lol*)
Typen bedrängt/angefasst/belästigt/bedroht (alles xD), der gute setzt sich natürlich zur Wehr. Den einen tödlich verletzt taucht ein ganzer Schwarm dieser Horde auf, Schu muss also logischerweise fliehen.
Und wo flieht er hin? Ist ja klar. ^^ Ab in diesen Hinterhof, wo Bradley, die zwei Typen von vorhin und Melinda den Hinterausgang benutzt haben. Alle restlichen Satanisten sind vorne raus und fangen die Brutalos zufällig ab, was denen passiert ist für uns zwar amüsant (*eg*) aber irrelevant. Schu sieht Brad und bleibt entsetzt stehen, wegrennen kann er ja nun JETZT wirklich nicht mehr… den Rest beschreibe ich. ^^
Mach alles ganz detailgenau und ausführlich, denn entweder drei lange oder zwei sehr lange Parts brauche ich noch zur Situationsbeschreibung von Brad *grien*

( 11 stolen feathers | steel a part of me)

[12 Apr 2004|12:43am]

patricia_g_s
Wortlos ließ ich mich gleich nach dem betreten des Raumes von zwei Männern in schwarzer Kleidung in empfang nehmen.
Beide musterten mich scharf, ich starrte stur geradeaus und setzte meinen Weg nach vorne fort.
Der Raum war groß, hatte blutrote Wände und abgenutztes, helles Laminat, auf welchem jeder Schritt so dumpf und Hölzern wie in einem Sumpfgebiet klang.
Hier und da standen einige Menschen. Meist blutjung, die Mädchen größtenteils in dunklem Rot oder Schwarz geschminkt, ihre Kleidung variierte. Innerlich fror ich.
Innerlich fror ich bitterlich, während auf einem ausgeklappten Kleistertisch mit Decke einige Getränke standen. Der Gestank des Alkohols kroch durch sämtliche Gehirnwindungen, schlimmer noch als das modrige Fäulnisparfum in der Abstellkammer. Diesmal hielt ich tatsächlich die Luft an und schritt einfach weiter, auf die zwei Männer mit fies nachgemalten Augenbrauen vertrauend, die ihre Richtung nicht veränderten. Mehr gaben mir meine Augenwinkel nicht preis.
Noch genau vier Schritte, und die beiden Männer blieben Abrupt stehen. Verwundert über die plötzliche Veränderung sah ich auf und trat demonstrativ einen Schritt zurück.
Vor mir, direkt vor meiner Nase, stand eine Junge Frau. Kaum einen Fuß lang war sie vor mir aus dem Nichts aufgetaucht. Warme braune Augen stachen aus dunklen Augenhöhlen hervor. Sanft geschwungene Augenbrauen, dafür ein streng schokoladenfarben nachgezogener Mund, so seltsam symmetrisch, das sie an eine Flohmarktpuppe aus vergessenen Zeiten erinnerte. Hohe Wangenknochen ließen die Blasse Haut fahl und eingefallen erscheinen, und nur kaum einen viertel Kopf kleiner als ich stand sie auf festen Sohlen. Lange Beine, schlanke Figur, die in einem schwarzen Korsett perfektioniert wurde.
Vor mir stand Melinda Patricia Preston.
Nichts an ihr mutete auf den ersten Blick an die kalte und irre Märtyrerin, die ich vor dem Tode bewahren sollte. Ausgenommen die Augen vielleicht. So warm sie auch waren, Klischeehaft durchstachen sie meine Schilde wie Frischhaltefolie und sahen sich akribisch nach etwas suchend, sowie auch desinteressiert in meinem Inneren um.
In Wirklichkeit jedoch tat sie nichts weiter, als ihre Hand zu heben.
Mir wurde schlecht.
Wann war es eigentlich in diesem Zimmer so totenstill geworden? Niemand atmete.
Die gehobene Hand stellte die eigentliche Handkuss Szenerie dar, doch etwas in meinem Unterbewusstsein hinderte mich daran, diese Frau zu berühren. Ich neigte meinen Kopf, meinen Blick kurz auf ihr ruhen lassend, dann beschämt wie ein kleiner Junge nach unten huschend und die Augen schließend.
Unwillkürlich erhob sich auch meine eigene Hand, schwebte ohne die mit Silber beringte ihre zu berühren darunter.
Ich hauchte meinen Atem gegen ihre Hand, während mir mein Herz schmerzhaft in der Kehle pochte.
„Crawford, nehme ich an.“
Ich zuckte.
Die Stimme war nicht schneidend.
Sie war nicht kalt oder monoton, aber schon gar nicht warm.
Sie war klirrendes Trockeneis. Als schwebte sie in einer anderen Zeitlinie zwischen uns. Erschaudernd ließ ich es zu, dass sie mit der anderen Hand meinen noch immer zur Verbeugung gesenkten Kopf anhob, um mir in die Augen zu blicken.
Für den Bruchteil einer Sekunde sah ich die Innenseite ihrer Handgelenke. Auf dem rechten war, längs die Pulsader entlang eines zu den Fingerspitzen reichendes, vernarbtes Kreuz, geritzt, seine Länge nicht weniger als 10 Zentimeter. Das Linke Handgelenk barg die Fratze einer Teufelsgestalt, wie ich sie noch nie gesehen hatte. Bis auf die Hörner, die sichtbar aus flammenden, schwarzen Haaren wuchsen, war mir diese Darstellung von Asmodis völlig neu.
Schuldgefühle krochen in mir hervor, ihr nicht die volle Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Ich konnte es mir nicht erklären. Reumütig blickte ich sie an, die Haltung trotzdem noch immer gesenkt.
Sie lächelte.
Nicht warm, nicht kalt.
Noch immer sphärisch und wissend, durch und durch zufrieden.
„Sie sind also da… Crawford also… Sehr schön…“

(steel a part of me)

Schuldig [11 Apr 2004|01:59am]
lilith_shuurin
Ich zog den Guertel meines schwarzen Mantels enger um mich als mich eine kalte Briese umfing, nachdem ich schon den ersten Fuß aus dem Hotel gesetzt hatte. Meine rechte Hand fand ihren weg in ein paar verirrte Straehnen und strichen sie zurueck in den Rest der roten Masse. Ein seufzter kroch sich von meinem Lippen als ich kurz in den von Wolken benetzten, blauen Himmel sah, ehe ich mich in Gang brachte.
Wohin ich wollte, das wusste ich nicht. Um genau zu sein wusste ich das schon seit einigen Monaten nicht.
Nachdem ich Hals ueber Kopf einen Koffer gepackt und mich in einer Nacht aus dem Staub gemacht hatte, irrte ich sinnlos durch die Gegend.
Kaum hatte ich dir Tuer hinter mir sachte geschlossen, trugen mich meine Fueße so weit sie konnten.
Ohne Ziel.
Ohne Vorstellungen.
Ich wollte einfach nur weg. Weg ohne Abschied.
Ich haette die Schande, die Blicke nicht ertragen, wenn ich hilflos vor ihnen gestanden haette. Nutzlos. Normal. Sie haetten mich sowieso nicht mehr gebraucht. Ich haette ihnen nur ihm Weg gestanden. Und was haette Brad wohl nur gemacht, wenn ich ihn erzaehlt haette das „es“ weg ist. Das ich nicht mehr mit meinen Faehigkeiten dienen kann. Das ich im Team ueberflueßig waere.
In jener Nacht stuertze ich zum Flughafen, mir war es egal wo hin es ging. Ich nahm den ersten Flug, wollte einfach nur so weit weg wie es moeglich war. Wollte nicht das sie auf die Idee kamen mich zu suchen und mir Fragen stellten.
So trug es mich nach Brooklyn. Mit ein paar Hemden und Hosen, Unterwaesche und reichlich Geld in den Taschen, ohne einen Plan was nun aus mir werden koennte.
Obwohl ich weg von Schwarz war, weg vor moeglichen Bloßstellungen, fuehlte ich mich leer. Es fehlte mir. Alles.
Eines war angenehm. Mein Kopf war frei von laestigen Stimmen. Ruhe. Ruhe die ich mir immer ersehnt hatte. Doch jetzt wo ich sie hatte, fehlten mir die Annehmlichkeiten der Telepathie. Es fiel mir sogar alles ziemlich schwer. Ich war normal, wie jeder andere Mensch. Musste alles bezahlen wie sie, musste mir Anmachen gefallen lassen wie sie. Es war einfach furchtbar ungewohnt. Es war einfach furchtbar scheiße.
Scheiße, das ich mir eingestehen musste, das ich ohne meine Faehigkeiten nicht in der Lage war zurecht zu kommen.
Ich spielte mit den Gedanken mir ein Flugticket nach Deutschland zu kaufen und mich dort abzusetzen. Manchmal vermisste ich dieses Land, auch wenn viele schlechte Erinnerungen daran hingen. Doch mir war klar, egal wo ich hingehen wuerde, es wuerde nichts aendern.
In meinen Gedanken versunken rempelte ich jemanden an, was mich wieder zur Realitaet holte. Ich musste mich einen Augenblick umsehen ehe ich bemerkte wo ich mich befand. War ich wirklich so lange gelaufen?
Einen Wimpenschlag lang blieb ich stehen. Schaute auf die Menschen die an mir vorbei zogen. Beneidete sie um ihr Leben, obwohl ich es nicht kannte. Doch sie waren normal aufgewachsen. Hatten gelern normal zu leben. Wie sollte ich das alles schaffen?
Vielleicht waere es klug gewesen, wenn ich bei Schwarz geblieben waere. Doch was haette ich dort noch tun sollen? Vielleicht haette mich Brad sogar rausgeschmissen. Vielleicht. So viele Dingen waeren Moeglich gewesen, doch nun war ich hier.

(steel a part of me)

Bradley Crawford [11 Apr 2004|01:53am]
lilith_shuurin
Um meinen Körper herum war es dunkel.
Mein Geist war in farblosen Nebel gehüllt und Schwärze tränkte die Eiskalte Luft um mich herum. Gnadenlos pressten harte Sprungfedern eines zerfetzten Sofas in meinen Rücken. Ließen mich spüren, dass ich noch immer am Leben war.
Wie hatte ich mich auf diesen Auftrag einlassen können?
Seitdem Schuldig Schwarz ohne ein Wort verlassen hatte, war ich nicht mehr der Selbe. Nun gut, vielleicht mochte das nicht einmal den zwei Personen, die mir noch am nächsten standen auffallen, aber es war so. Ich war nachdenklich geworden. Hatte damit begonnen, fragen zu stellen.
Und hatte damit angefangen, auf alte Gefühle zu hören. Stumpfe Schreie aus einer blind zerkratzten Spiegelfläche-, meiner Seele.
Der Nagel wackelte.
Der Spiegel fiel.
Bruch.
Niemandem fiel es auf, keine Veränderung in mir. Das einzige, was verwunderte, war das Warum. Nagi hatte mich nur einmal gefragt, weshalb ich Schwarz den Auftrag für Brooklyn habe annehmen lassen. Es war nicht üblich, und es war ein verdammt dreckiger Job.
Nicht nur, weil ich hier lag, ein zerschlissenes Sofa im umgebauten Lagerraum einer ehemaligen Hinterhofgaststätte. Nicht nur weil Farfarello sich gerade ungehindert durch die Straßen schleichend wahrscheinlich irgendwo die Arterien anritzte. Und auch nicht, weil Naoe meinen eigentlichen Job erledigte und mit unserem Auftraggeber, Norman K. die Referenzen besprach. Einfach weil es kaum möglich war, tiefer zu sinken.
Als ich vor zwei Tagen einen formlosen, weißen Briefumschlag auf meinem Schreibtisch liegen sah, war die erste Kurzschlussreaktion auf den Absender, ihn in zwei zu reißen.
Meine zweite, war reumütig die Überbleibsel mit eingezogenem Schwanz, wie ein getretener Hund zusammenzusuchen und zusammen. Meine dritte Reaktion war viel unüberlegter als der Rest. Mit Tunnelblick auf den Namen, am anderen Ende hinter mir die dazu passenden Bilder der Vergangenheit nahm ich an und lieferte mich somit selbst ans Messer.
Ich vermisste Schuldig. Schu hätte meine Gedanken notfalls gerochen. Er hätte mich geohrfeigt und von oben herab gedemütigt, weiter und weiter mit gefrorenem Wasser übergossen, bis ich nackt, zitternd und frierend wieder zur Besinnung kam. Ohne Kleidung vielleicht, aber mit klarem Verstand.
Sehr konturenlos, meine Gedanken.
Ich schnaubte und hätte fast gar laut losgelacht. Sie waren so verworren, das selbst unser Telepath nicht minder Blind als eine Fledermaus durch meine dunkle Gedankenhalle getappt wäre. Es war naiv zu glauben, es wäre mit ihm anders gekommen.
Es war dumm ihm die Schuld für das einzige aufzuladen, worin er tatsächlich seine Finger in Unschuld wusch. Verdammt! Er fehlte mir. Dachte ich. Meinte ich. Vielleicht war ich auch einfach nur zu verwirrt.
In den nächsten 12 Minuten würde ich hier liegen. Im dunkeln, und warten.
Mein Auftrag war, die Tochter Norman K.' s Undercover zu beschützen. Ich lag im Wartezimmer der "Triple Six", also "drei mal 6" Satanistenvereinigung, die hier ihren Grundstützpunkt hatte. International aktiv war die Gruppe hier von meiner Schutzbefohlenen gegründet worden und International ihre Anhänger gefunden. Ihr Blinder Verstand und die Vernarrtheit in den Herrn der Hölle gaben ihr den Falschen Stolz auf, der mich in diese missliche Lage brachte.
Ich durfte nicht einfach in einer Ecke stehen und sie vor möglichen Anschlägen warnen oder bewachen. Nein, ich musste mich ihr unterwerfen. Und die einzige Person, welcher ich mich tatsächlich unterwarf war Preston.
Und das einzig wahre Geheimnis an der ganzen Sache war weshalb. Aber wie sollte ich es irgendjemandem erzählen? Meiner "Familie", wenn man so wollte? Schwarz? Vielleicht Schuldig als erstem? Weil er schwieg? Wie sollte ich es ihnen erklären wenn ich selbst nicht verstand, weshalb ich ihm seit meinem achten Lebensjahr, in welchem er in das Leben meiner Mutter trat, unterworfen war?
Ich öffnete die Augen.
Noch immer nicht konnte ich erkennen, was mich umgab. Aber als hätte ich eine Stoppuhr laufen lassen wusste ich, es war fast Zeit. Noch 2 Minuten, bis zum Beginn meiner "Schicht", dem Vorstellungstermin für die Vereinigung.
Immer noch war die Luft Kalt, das Sofa hart, mein Rücken steif, alle Gliedmaßen verkrampft. Die Luft stank. Ich wünschte nur ich könnte aufhören sie zu atmen.
Dann brach ein Strahl Licht und eine Große Frau in Hosen die Atmosphäre.
Ich erkannte nichts, nur den umriss, durch die gespreizten Finger meiner rechten Hand. Na großartig. Normale Kleidung. Vielleicht musste ich doch nicht von meinen Anzügen lassen.
"Komm her, es ist zeit."
Wie Klischeehaft. Ächzend rollte ich mich in eine Sitzposition und stand auf. Dem Klischee entgegen aber kein offensichtlicher Kult, mit gedrehtem kreuz oder geschändeter Bibel… meine Gedanken, als ich die Frau kurz musterte. "Sie werden erwartet."
Großartig. Die waren nicht mal irre. Wenn nicht das, wohl brillant. Ich seufzte. Worauf hatte sich da mein eigentlich totes herz nur eingelassen…

(steel a part of me)

Zusammenfassung [11 Apr 2004|01:52am]
lilith_shuurin
Nach dem endgültigen Bruch mit Rosenkreuz und Eszett setzte sich Schuldig von Schwarz ab. Er verschwand über Nacht, ohne Sachen gepackt oder eine Nachricht hinterlassen zu haben, und vor allem, ohne einen direkten Bruch mit Schwarz begangen zu haben. Alles was fehlte, fiel nur Brad auf, vier Hemden, zwei Hosen, eine Sporttasche und Bargeld, das Gehaltskonto, auf das Crawford gewöhnlich überwies, war aufgelöst. Ansonsten - alles wie immer - Einrichtung, Koffer, Zahnbürste… nichts wies auf eine längere Abwesenheit hin. Schwarz existierte also weiter. Und Schuldig blieb verschwunden. Nach zwei Monaten, in denen nicht einmal Nagi wagte den Namen des Deutschen in den Mund zu nehmen: Ein Auftrag in Amerika. "Unbekannte" Gründe bewegten Bradley dazu die Mission zu übernehmen. Der Erdölplantagen Besitzer und mehrfacher Multimillionär Norman K. Preston tolerierte die von seiner Tochter geführte Satanistische Vereinigung T.S., Kürzel 6³; also Tripple Six . Der Mann war nicht dumm und fürchtete um den Zerschlag der International ebenfalls aktiven Vereinigung und den Tot seines "Nesthäkchens" (I) durch Fanatiker, Linksaktive klein Politiker und Konkurrenten aus dem raren Geschäft. Bandenkriege waren aufgrund enger Verbundenheit zu den angegebenen Punkten ein ernstzunehmendes Problem, kurzum: Bradley hat ärger am Halse und darf sich die ganzen Sachen der Hohe Priesterin Live und in viel roter Farbe anschauen. Damit diese aber, als Satans Hure ein sehr eigenständiges Wesen, das keine Hilfe dulden würde, auch nicht von Daddy, seines Amtes walten kann, als "verdeckter Ermittler", im Kreise der anderen. So kommt es, wie es kommen muss: Schuldig taucht wieder auf, zur Falschen Zeit am falschen Orte und Bradley kann ihn erstens, nicht flüchten lassen, zweitens, darf er nicht auffliegen, und drittens; ihn schließlich nicht von allen anderen verletzen lassen, denn es sieht nicht so aus, als wäre er in der Lage sich zu wehren… (Spoiler: Grund für Schus plötzliches Verschwinden ist, dass er erst die Kontrolle und dann fast alle Macht über seine Fähigkeit verlor. = Hilflos (‚Ich nütze eh keinem; Die Scham und Schande zu groß; Und um Gottes willen was sagt Brad dazu… also hau ich ab')) In einem Hinterhof greift Brad also (soweit es geht in seiner Position ein) und darf dann selbst die ganze Geschichte übernehmen… erstmal so weit: Guten Durst. Und dann wird der natürlich zum Quälen mitgenommen, und mit etwas Glück wird's net ganz so viel Qual, solange Crawford das tun darf… *grien*

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